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Two and a Half Men-Comeback mit Charlie Sheen: Was dafür und was dagegen spricht

Charlie Sheens Erfolgsstory mit Two and a Half Men endete mit Skandalen. Ein Reboot ist möglich, es wäre aber die schwierigste Mission in Hollywood.
Ist ein Comeback der Erfolgssitcom Two and a Half Men möglich? Von 2003 bis 2015 lief die Serie. Zunächst mit Charlie Sheen in der Hauptrolle als Werbe-Komponist, Alkoholiker und Lebemann. Später mit Ashton Kutcher, der Sheen nach seinem von Skandalen begleiteten Rauswurf ersetzte. Two and a Half Men endete denkbar unwürdig ohne seinen wichtigsten Star.

Gerade weil die Serie für Fans so unbefriedigend auslief, bietet sich ein Comeback 6 Jahre später an. Doch bei genauerem Hinsehen werden die vielen Hindernisse deutlich. Ein Two and a Half Men-Reboot gliche einem Gewaltakt. Zu viel ist während und nach der Serie passiert. Schauen wir uns die positiven und negativen Vorzeichen an.

Suche nach dem Two and a Half Men-Comeback: Die wichtigsten Stationen
1. Was für ein Two and a Half Men-Comeback spricht
2. Was gegen ein Two and a Half Men-Comeback spricht
3. Fazit: Wie wahrscheinlich ist das Two and a Half Men-Reboot?
1. Was für ein Two and a Half Men-Reboot spricht
Der Tod von Charlie Harper spielt keine Rolle

Die Serie tötete Sheens Figur im Finale – wofür sie ihn wiederum aus dem Jenseits zurückholte. Bei solchen Problemchen finden Serien immer Mittel und Wege. Charlies Ableben dürfte das kleinste Hindernis auf der Reise zum Comeback sein.
Charlie Sheen hat große Gefühle für Two and a Half Men

Die Umstände seines Rausschmisses bereut der inzwischen 56-jährige Charlie Sheen, wie er mehrfach betonte. Mit Eskapaden am Set und im Privatleben sowie exzessivem Drogenmissbrauch provozierte er seinen Rausschmiss. Und trat auch anschließend immer wieder gegen seinen Ersatz Ashton Kutcher nach.

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Sheen ist nostalgisch: Vor zwei Jahren forderte er eine Neuauflage von Two and a Half Men, als die Sitcom Roseanne nach ihrem Reboot abgesetzt wurde: “Jetzt ist Zeit für unser Reboot!”

Nach Drogensucht und Erkrankung: Charlie Sheen geht es gut

Sheen soll seine Drogensucht besiegt und damit den Urheber seines Absturzes unter Kontrolle haben, wie er selbst Anfang des Jahres sagte . Ihm gehe es nun gut, verkündete zuletzt Vater Martin Sheen. Es sei zwar ein Wunder, dass sein Sohn den Umständen entsprechend gesund ist (er ist seit 2011 HIV-positiv). Aber offenbar hat der Darsteller seinen Lebenswandel in den letzten 6 Jahren deutlich überholt. Allein das Comeback des ehemaligen Superstars würde einen Knall-Effekt mitbringen. Es wäre beste Promo für die Serie.

Die Fanbase ist noch da

Die Fans haben Two and a Half Men nicht vergessen. Das zeigen die nicht abreißenden Suchanfragen bei Google und Co. Und nicht ohne Grund laufen auch im deutschen Fernsehen jede Woche zig Wiederholungen alter Episoden.

Das Interesse von Sendern oder Streamingdiensten sollte groß sein
Wenn die Grundvoraussetzungen stimmen (ein gezähmter Sheen, Interesse des Publikums, die Rechteverteilung, eine gute Idee für das Comeback), dürften sich Sender und Streamingdienste um das Reboot reißen. Nostalgie ist in Zeiten der Krisen ein wichtiger Antrieb für die Produktion von Filmen und Serien. Das wissen auch die Sender und Streamingdienste, die remaken und rebooten, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Two and a Half Men ist trotz seiner Skandale eine wertvolle Marke.

Das klingt alles nicht übel, die Basis ist da. Kommen wir nun aber zur langen Liste der Einwände gegen das Reboot
2. Was gegen ein Two and a Half Men-Comeback spricht
Charlie Sheen ist eine Persona non Grata in Hollywood

Sheen zeigt sich in der Öffentlichkeit zwar geläutert und arbeitet an seiner Rehabilitierung. In Hollywood hat er sich mit seinem langjährigen problematischen Verhalten aber nach eigenen Angaben einen Platz auf der schwarzen Liste jener Darsteller:innen gesichert, die nicht mehr für Rollen engagiert werden . Sheens Ruf ist ruiniert, er ist kaum noch an Film- und Serienprojekten beteiligt. Eine Besetzung, zumal in der Hauptrolle, würde für die Verantwortlichen ein großes Risiko bedeuten und Überwindung kosten.

Jon Cryer als Alan Harper ist an einer Rückkehr nicht interessiert

Sheen und Alan-Darsteller Jon Cryer pflegen seit Jahrzehnten eine enge Berufsbeziehung, die sich zu einer Freundschaft entwickelt hat. Der Kontakt ist nicht abgerissen. Doch wann immer Cryer nach einem Comeback des größten gemeinsamen Erfolges gefragt wird, bleiben Luftsprünge aus. Vor einem Jahr verriet er gegenüber Entertainment Weekly welch eine große Belastung die Zusammenarbeit mit dem Hauptdarsteller in den späteren Jahren war. Auf Sheens Reboot-Forderung oben erwiderte er ironisch: “Was soll schon schiefgehen.” Bei Cryer, dem wichtigsten Darsteller neben Sheen, wäre harte Überzeugungsarbeit vonnöten.

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Was ist mit Jake-Darsteller Angus T. Jones?
Ein riesiges Fragezeichen. Der ehemalige Kinderstar Angus T. Jones, der Charlies Neffen Jake Harper verkörperte, verhält sich rätselhaft in der Öffentlichkeit und scheint mit dem Filmstar-Dasein abgeschlossen zu haben.

Der inzwischen 27-jährige ist zuletzt 2016 aufgetreten, studierte nach der Sitcom-Karriere unter anderem Religion. Noch während die Serie lief hatte sich Jones immer weiter zurückgezogen und war nur noch sporadisch in Episoden zu sehen. Er lästerte wiederholt über seine eigene Show, nannte sie “Dreck”. Nach einem Schauspiel-Comeback sieht es nicht aus, schon gar nicht in Verbindung mit TAAHM.

Berta-Darstellerin Conchata Ferrell ist gestorben

Conchata Ferrell verkörperte mit Charlies resoluter Haushälterin Berta ein absolutes Herzstück der Serie. Sie verstarb 2020 und ein Reboot der Serie ist ohne Ferrell nur schwer vorstellbar.

Der Vollständigkeit halber: Wie die weiteren Mitglieder des Kern-Casts Melanie Lynskey (Rose), Holland Taylor (Evelyn Harper) und Marin Hinkle (Judith) zu einem Comeback stehen, ist nicht bekannt.

Charlie Sheen ist zerstritten mit dem Two and a Half Men-Schöpfer

Charlie Sheen und Serien-Schöpfer Chuck Lorre sind nicht im Guten auseinander gegangen. Im Gegenteil. Nach dem Finale, mit dem Sheen nicht zufrieden war, beleidigte er Lorre als “Ficker”. 2017, also lange nach dem Ende der Sitcom, zog er heftig über Lorre her:

Die Beziehung zwischen Serienschöpfer und Serienstar ist verkantet. Ein Reboot mit Charlie Sheen wäre wohl nur möglich, wenn Lorre nicht am Projekt beteiligt ist. Oder beide Männer sagen: Schwamm drüber.

3. Fazit: Wie wahrscheinlich ist das Two and a Half Men-Reboot?
Eine Schwamm-Drüber-Mentalität könnte so oder so der Schlüssel sein. Optimistisch betrachtet liegt die Chance auf ein Comeback der erfolgreichen Sitcom bei 50 Prozent. Hollywood ist eine Möglichmacher-Welt, wenn irgendwo jahrelange Streits, Skandale und Differenzen für ein “Herzensprojekt” begraben werden können, dann hier. Schalten wir das romantische Weichzeichnerlicht aus, liegt die Wahrscheinlichkeit aber wohl eher bei 20 bis 30 Prozent.

Ob irgendjemand in Hollywood nochmal mit Sheen zusammenarbeiten wird, ist fraglich. Zudem wären einfach zu viele Stars nicht mehr dabei, die Rechtesituation ist ungeklärt und der Streit mit Chuck Lorre ist ein weiterer großer Stock in den Speichen. Wer immer sich dieses Projekts annimmt, müsste der geduldigste und stressresistenteste Mensch in Hollywood sein.

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